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Frans Masereel

Frans Masereel

Blankenberghe/Belgien 1889 -
Avignon 1972


1889 wird der Maler und Grafiker Frans Masereel im belgischen Blankenberghe geboren. Masereel zieht 1896 nach Gent. Der Künstler beginnt mit achtzehn Jahren an der École des Beaux-Arts in der Klasse von Jean Delvin sein Kunststudium. 1909 unternimmt der Künstler Reisen nach England und Deutschland, die ihn zu ersten Radierungen und Holzschnitten inspirieren.
Frans Masereel lässt sich 1911 für vier Jahre in Paris nieder und emigriert dann in die Schweiz, wo er für verschiedene Journale und Zeitschriften als Graphiker tätig ist. Die Holzschnittfolgen, meist sozialkritischen Inhaltes und von expressionistischer Formauffassung, sind es, die Masereel international bekannt machen. Die sogenannten Bilderromane wie "Passion eines Menschen", "Mein Stundenbuch", "Die Sonne", "Die Idee" und "Geschichte ohne Worte", alle um 1920 entstanden, gehören dazu.
Masereel schafft in dieser Zeit auch Illustrationen zu berühmten Werken der Weltliteratur von Thomas Mann, Emile Zola und Stefan Zweig. 1921 kehrt der Künstler nach Paris zurück, wo seine berühmten Straßenszenen, die Montmartre-Bilder, entstehen. Ab 1925 lebt Frans Masereel in der Nähe von Boulogne-sur-Mer. Hier malt der Künstler vor allem Küstenlandschaften, Hafenansichten sowie Porträts von Matrosen und Fischern. Die Zahl der illustrierten Bücher und auch der Einzelholzschnitte lässt im Verlauf der 1930er Jahre erheblich nach.
1940 flieht Frans Masereel aus Paris und hält sich an wechselnden Orten in Südfrankreich auf. Masereel kann mit Beendigung des Zweiten Weltkrieges die seit Jahren ruhende künstlerische Tätigkeit wieder aufnehmen. Der Künstler schafft Holzschnitte und Gemälde.
Am "Centre des Métiers d'Art" in Saarbrücken ist Masereel ab 1946 mehrere Jahre als Lehrer tätig. 1949 lässt sich Frans Masereel in Nizza nieder. Bis 1968 erscheinen zahlreiche Holzschnittfolgen, die sich von Frans Masereels früheren "Romanen in Bildern" dadurch unterscheiden, dass ihnen nicht mehr eine fortlaufende Erzählung, sondern Variationen eines Themas zugrunde liegen.
Dekorationen und Kostüme für mehrere Theaterinszenierungen entstehen ebenfalls. Frans Masereel wird in zahlreichen Ausstellungen geehrt und ist Mitglied mehrerer Akademien.
1972 stirbt Frans Masereel in Avignon, er ist in Gent beigesetzt.

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